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Grenzland Eifel
Zwischen Baum und Borke
Eine historische Collage

von Michael Heinzel

21 x 13,5 cm, 128 Seiten, Hardcover, 25 Abbildungen s/w
ISBN 978-3-943123-39-5 • 12,- €

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Regierungsbunker



Die mediale Wahrnehmung unseres Nachbarlandes Belgien beschränkt sich im Wesentlichen auf terroristische Vorkommnisse oder die beiden Atomkraftwerke. Dieser selektiven Berichterstattung entspricht das allgemeine Wissen über Belgien und seine – auch unsere gemeinsame – jüngere Vergangenheit. Dabei sollte es im Grenzland keine Sprachprobleme geben, denn in den belgischen Ostkantonen ist Deutsch auch Amts- und Unterrichtssprache. Trotzdem fallen deutsche Touristen gelegentlich mit der naiven Frage auf, ob man hier Belgisch spräche!

Dieses Büchlein erzählt die historischen Interaktionen beider Länder anhand der Geschichte einer fiktiven Familie, die durch das politische Wechselspiel in sechs Jahrzehnten sechsmal ihre Nationalität gewechselt hat. Fiktion und gewesene Realität werden in einer Collage verwoben. Dabei hat der Autor bewusst vermieden, opulente Stimmungsbilder zu erzeugen, die leicht den Blick von der historischen Realität ablenken könnten. Hinzu kommt noch eine kleine Prise Autobiographisches. So zeigt es sich, dass die deutsch-belgische Vergangenheit genug Spannendes aufzuweisen hat, um es mit manchem Eifel-Krimi aufzunehmen.

Ein wichtiges Anliegen ist es dem Autor, Jüngeren den Blick darauf zu lenken, was auf dem Spiel steht, wenn wieder nationale Egoismen zur politischen Handlungsmaxime werden. Die Grenzländer würden das zuerst zu spüren bekommen, denn gerade hier haben sich Gemeinsamkeiten in den letzten Jahrzehnten besonders eindrucksvoll entwickelt.

Der Autor, Jahrgang 1950, befasst sich seit Jahrzehnten mit der Eisenbahn-Historie der Eifel. So lässt sich die Geschichte der Vennbahn ohne die deutsch-belgischen Beziehungen gar nicht verstehen. 2016 ergab sich mehr zufällig der Zugang zum Nachlass von General Paul Bolle im Staatsarchiv Eupen, eine aufschlussreiche Quelle zum Verständnis der jüngeren Vergangenheit unserer beiden Länder. Dieses Wissen und die Erzählungen der Alten narrativ so zu verbinden, dass es auch jüngere und historisch weniger interessierte Leser anspricht, war die Herausforderung zu diesem Buch.


 
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